Kassenleistungen

Welche Fahrten übernimmt die Krankenkasse?

Folgende Fahrten, die mit Mietwagen oder Behindertentransportwagen (BTW) durchgeführt werden,
können von der Krankenkassen übernommen werden:

  • stationären Leistungen (§ 60 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 SGB V).
  • ambulante vor- und nachstationäre Behandlungen im Krankenhaus (§ 115 a SGB V) bzw. ambulante Operationen im Krankenhaus oder in Vertragsarztpraxen (§ 115 b SGB V) mit damit in Zusammenhang stehender Vor- oder Nachbehandlung nur, wenn dadurch eine stationäre Behandlung vermieden oder verkürzt wird.
  • Fahrten zu einer ambulanten OP nach §115b SGB V
  • Fahrten zu einer vorstationären Voruntersuchung – max. 5 Tage vor Beginn einer voll- oder teilstationären Behandlung
  • Fahrten zu Nachkontrolluntersuchungen nach einem stationären Aufenthalt oder einer ambulanten OP nach §115b SGB V – max. 14 Tage nach einer voll- oder teilstationären Behandlung
  • Fahrten zu oder von Anschlussheilbehandlungen
  • Verlegungen von einem Krankenhaus zu einem anderen Krankenhaus – außer Verlegungen in ein heimatnahes Krankenhaus (Genehmigungspflicht)

Voraussetzungen

Die Krankenkasse übernimmt die Fahrtkosten in der Regel nur unter folgenden Bedingungen:

  • Nächste Behandlungsstätte, d.h. Kosten bis zur nächsterreichbaren geeigneten Behandlungsstätte und zurück, außer es besteht ein zwingender medizinischer Grund für die Behandlung an einem entfernteren Ort.
  • Mit ärztlicher Verordnung
  • Mit ärztlicher Begründung zur Wahl des Beförderungsmittels
  • Zwingende medizinische Gründe

Die Genehmigung der Krankenkasse muss jeweils vor Fahrtantritt vorliegen.

Ausnahme für Ambulante Krankenfahrten

Fahrt- und Transportkosten kann die Krankenkasse in folgenden Fällen übernehmen

  • Fahrten zur ambulanten Behandlung, wenn der Patient an einer Grunderkrankung leidet, die über einen längeren Zeitraum eine bestimmte Therapie erfordert und der zu dieser Behandlung führende Krankheitsverlauf den Patienten in einer Weise beeinträchtigt, dass eine Beförderung unerlässlich ist, z.B. Dialysebehandlung, onkologische Strahlen- oder Chemotherapie. Dies muss vom Arzt attestiert werden.

Schwerbehinderte

  • Fahrten zur ambulanten Behandlung, wenn der Versicherte einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung), dem Merkzeichen Bl (blind) oder dem Merkzeichen H (hilflos) hat oder den Pflegegrad III-V nachweisen kann, wobei es sich bei Pflegegrad III um eine Kannbestimmung der Krankenkasse handelt. (Grenzfall)

Zuzahlung

Liegt keine Zuzahlungsbefreiung durch Ihre Krankenkasse vor, beträgt diese je Fahrt  10 % der Fahrtkosten, mindestens  € 5,00, maximal € 10,00.

Eine Barzahlung dieser Beträge bei Fahrtende ist erwünscht.

Sollte Ihre Fahrt von der Krankenkasse nicht übernommen werden, bieten wir Ihnen
alle Fahrten auch als Privatleistungen an. Gern erstellen wir für Sie ein unverbindliches Angebot.